Umgehungsstraße Mirow



Ich kann nicht dafür sein, dass die LKWs weiter durch Mirow rollen - doch eine Umgehungsstraße, die so vieles von dem kaputt macht, womit wir um Gäste werben und was unsere Gegend ausmacht, kann nicht gewollt sein. Bei aller Euphorie mit Blick auf eine Umgehungsstraße scheint das, was wir für sie hergeben müssen vollkommen aus dem Blick zu geraten.

Die geplante Umgehung ist extrem natur- und umweltzerstörend. Sie zerschneidet geschützte Moore und Vogelschutzgebiete.

 

Was sind die Alternativen? Wie können die Anwohner entlastet werden?

 

Kerstin Zegenhagen

 


Studie BUND zu Umgehungsstraßen

Eine Studie vom BUND über 20 Jahre ergab: „Bau einer Ortsumfahrung ist eine Scheinlösung”

1. Ortsumgehungen führen nicht zu spürbaren Verbesserungen, sondern zu neuen Problemen.

2. Selbst das Bundesverkehrsministerium kam bei einer Bewertung geplanter Ortsumfahrungen zu dem Ergebnis, dass über die Hälfte der geplanten Ortsumgehungen kaum zur Entlastung der Ortschaften beitragen würde.

3. Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten:
Der Verkehr ist durch Umgehungsstraßen um 60 bis über 100 % angestiegen, hat die Studie des BUND Baden-Württembergs ergeben.

4. Ortsumgehungen verlagern die Belastungen nur:
Geringfügige Lärmreduzierung in der Ortsdurchfahrt, aber dadurch höhere Belastungen an anderer Stelle. Besonders wenn die neue Straße in der Nähe bisher ruhiger Wohngebiete verläuft, kann unterm Strich die Lärmbelastung für den gesamten Ort sogar höher sein als vorher.

5. Die Schadstoff-Bilanz sieht ähnlich ungünstig aus: Wegen höherer Fahrgeschwindigkeit wächst insgesamt die Belastung

6. Zunahme schwerer Unfälle:
Um knapp ein Viertel erhöhten sich die Unfallkosten durch Umgehungsstraßen, auch wegen höherer Geschwindigkeit

7. Natur und Landschaft kommen unter die Räder:
Neue Straßen zerschneiden Landschaften, versiegeln Naturflächen, zerstören Lebens- und Naherholungsräume für Mensch und Tier.

 

Studie der Universität Wien: Für einen Straßenbau wird viermal mehr Fläche verbraucht, beziehungsweise beeinträchtigt, als nur die asphaltierte Fahrbahn – durch Randbefestigungen, vor allem aber durch weitere Faktoren wie Schadstoffe, Reifenabrieb, Streusalz oder Lärm.


Der aktuelle Streckenverlauf der geplanten Mirower Umgehungsstraße

Die Internetseite der Interessengemeinschaft Starsower Niedermoor

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Mirower Holm - ein Naturschutzgebiet!

Das Naturschutzgebiet Mirower Holm ist ein 58 Hektar umfassendes Areal in Mecklenburg-Vorpommern.

Es befindet sich südlich von Mirow, östlich von Schwarz und wurde am 7. Juli 1993 ausgewiesen.

Das Schutzziel besteht im Erhalt einer bewaldeten Halbinsel mit Verlandungsmooren.

Dieses schützenswerte Gebiet, das viele Einheimische und Touristen besuchen und schätzen, wird durch den Bau der Umgehungsstraße unwiderbringlich zerstört.

Gäste, die mit dem Fahrrad unterwegs sind kommen über die Schweinebrücke, den Holm und die Brücke über den Fehrling schnell und ungestört von Autoverkehr und Verkehrslärm von Mirow nach Schwarz.

Wird die Umgehungsstraße gebaut, sind diese Wege für immer verloren.

Und wer nur ein einziges Mal dort war und den vielen Tierstimmen zugehört, Vögel, Rehe, Eichhörnchen... beobachtet hat, der kann nicht wollen, dass dort nur noch der Lärm der Lkws und PKWs zu hören ist.

Wer den kleine Ort Starsow kennt und weiß, wie nah die Umgehungsstraße an dem Dorf liegen wird, der weiß auch, dass die Entlastung, die sich die Mirower verständlicherweise wünschen, zur Belastung anderer führt.

Die Frage ist auch, inwiefern eine Entlastung überhaupt in gewünschtem Maße eintritt. Studien belegen, dass neue Straßen nur vorübergehend Entlastung bringen, nach kurzer Zeit verdoppelt sich der Verkehr und verteilt sich auf alte wie neue Straßen.



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