Stoppt den Bau der Legehennenanlage mit 12.000 Hühnern in Massentierhaltung

Es ist noch nichts entschieden • Frau Stefanie Mewes will bauen • Der Landkreis prüft noch den Bauantrag • Die Bürgerinitiative ist gegen den Bau dieser Legehennenanlage.

Mit den Demonstrationen in Mirow konnten wir für den beabsichtigten Bau der Legehennenanlage zwischen Mirow und Peetsch viel Aufmerksamkeit bekommen. Diese Aufmerksamkeit ist wichtig und diente dazu die Bürger*innen zu informieren was in ihrem direkten Umfeld geplant wird. In den einzelnen Gremien der Stadt Mirow, der Bauausschuss, der Haupt- und Finanzausschuss und die Sitzung der Stadtvertreter*innen wurde sich jeweils mehrheitlich gegen den Bau dieser Anlage ausgesprochen.

Der Entscheid der Stadt Mirow ging als Empfehlung an den Landkreis, wo nun der Bauantrag geprüft wird.

Und ja: Empfehlung heißt, dass sich der Landkreis nicht an das NEIN der Stadt Mirow zum Bau der Legehennenanlage halten muss!

 

Laut Aussage von Frau Stefanie Mewes soll die Anlage jetzt dichter an Mirow gebaut werden, was grundsätzlich nichts an der Anlage ändert, jedoch die Mirower Bürger*innen stärker belasten wird. Auch lässt diese Verfahrensweise erkennen, dass bei 12.000 Legehennen nicht Schluss sein könnte.

 

Durch das vereinfachte Genehmigungsverfahren, welches bei unter 15.000 Legehennen durchgeführt wird, werden die Bürger*innen nicht weiter am Entscheid beteiligt.

Hier die Antwort vom Landkreis auf unsere Anfrage:

… „Eine Beteiligung der Nachbarn und der Öffentlichkeit gemäß § 70 LBauO M/V ist im Baugenehmigungsverfahren bei dem beantragten Bauvorhaben nicht vorgesehen und erforderlich.“

 

Wenn erst einmal eine Anlage steht, folgt in der Regel die Erweiterung, wie auch in Lärz geschehen.

Die Landflächen Richtung Peetsch ermöglichen diese vollflächige Erweiterung.

Darum ist es wichtig, dass wir ALLE Gesicht zeigen mit einem klaren NEIN zum Bau der Legehennenanlage.

 


Wir sind nicht allein

In Cantnitz, 17258 Feldberger Seenlandschaft ist eine Freiland-Legehennenanlage mit bis zu 40.000 Tieren vor der Planungseinreichung. Bei der Ortsratsitzung am 01.06. mit Vorstellung der Anlage durch den Investor lehnten die anwesenden Anwohner und Bewohner von Feldberg die Anlage ab und haben Mitte Juni eine Bürgerinitiative gegründet.

Wir werden uns treffen und austauschen und gut vernetzen.


Sowohl der Haupt- und Finanzausschuss wie auch die Stadtvertretung der Stadt Mirow gegen den Bau der Legehennenanlage gestimmt.
Zur Sitzung der Stadtvertretung Mirow, die am Dienstag, den 11.05.2021 stattfand, durften wir einen Sachverständigen
benennen, der sich insbesondere mit den Themen mit den Themen Umwelt-, Natur- und Tierschutz auskennt.   

 

Der Verfasser ist Rechtsanwalt Tim Stähle, der diese Bertung im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Brandenburg e.V.

Die rechtliche Bewertung der Ergebnisse zu den Nährstoffbelastungen von Freilandlegehennenhaltung finden sie unter folgendem Download.

Download
Rechtliche_Bewertung_Rechtsanwalt_Stähle
Adobe Acrobat Dokument 516.8 KB

Schon seit Beginn des Jahres gab es Gerüchte von einer geplanten Anlage zur Haltung von Legehennen.
Verläßliche Informationen gab es zu dieser Zeit nicht.


Nachdem wir erfahren haben, dass einer der Tagesordungspunkte des Ausschusses für Bau, Planung, Wirtschaft und Landwirtschaft der Stadt Mirow der Neubau einer Bio-Legehennenanlage für 12.000 Tiere zwischen Mirow und Peetsch ist, konnten wir aktiv werden. Daraufhin haben wir unsere Bürgerinitiative gegründet

und ihr den Namen „Mirow gegen Massentierhaltung“ gegeben.

Am 19.03.2021 wurde der Bauantrag beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eingereicht.
Inzwischen wissen wir, dass der Bauantrag trotz teilweise ungeklärter Eigentumsverhältnisse gestellt wurde.

Am 13.04.2021 hat sich der Bauausschuss der Stadt Mirow mehrheitlich gegen den Bau der Legehennenanlage ausgesprochen. Dieser Beschluss hat einen empfehlenden Charakter und wird im Haupt- und Finanzausschuss sowie in der Stadtvertretersitzung der Stadt Mirow behandelt. Die Stadt Mirow und unsere Vertreter in den Ausschüssen werden ihre Entscheidung final  dem Landkreis mitteilen.

Ob ein solches Vorhaben genehmigt wird, wird im Landkreis und nicht in der Stadtvertretung Mirow entschieden. Die Entscheidung
unserer Stadtvertretung hat ebenfalls lediglich einen empfehlenden Charakter.


Trotz der Einschränkungen in der Corona-Zeit haben wir am 13.4. auch unsere erste Demo durchgeführt und waren insbesondere sehr überrascht, dass so viele junge Leute dabei waren.
Die BI hatte zudem die Möglichkeit, sich in der Einwohnerfragestunde ausführlich zu den Bedenken, einer solchen Anlage gegenüber, zu äußern und Fragen zu stellen auf die es seitens der Antragsteller nicht immer zufriedenstellende Antworten gab.

Ungeklärt bleibt u.a. die Frage nach dem eigentlichen Investor, bzw. bewegt sich im Reich der Spekulationen.
Somit bleibt auch die Frage nach einer Besitzgesellschaft unbeantwortet da sie mit dem Investor zusammen hängt.

Die Unternehmen werden häufig aufgeteilt in eine Besitzgesellschaft und eine Betriebsgesellschaft.
Betriebsgesellschaft wird das Unternehmen sein zu der sich folgende Eintragungen finden ließen:

11.09.2020    Eintragung der Bio Geflügelhof GmbH - Der Gegenstand des Unternehmens ist gerichtet auf den Betrieb von 

                                                                                               Legehennenfarmen und die Produktion und den Vertrieb von Eiern
12.02.2021    Veränderung beim Handelsregister in:   Bio Ackerbaubetrieb Mirow GmbH, Geschäftsanschrift: Retzower Straße 9, 17252 Mirow.
                                                                                               Neuer Unternehmensgegenstand: Bio-Ackerbau und Bio-Tierhaltung.

Bekannt ist, dass die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH landwirtschaftliche Nutzflächen
vorrangig an Betriebe mit Tierproduktion verpachtet und für den Einreicher des Bauantrages folgende
Aufgaben übernimmt:
                           - Suche geeigneter Standorte
                           - Unterstützung bei der Durchführung der Genehmigungsverfahren
                           - Unterstützung für die Beantragung der Fördermittel

Leider erschweren die Besonderheiten dieser Zeit ein Zusammenkommen innerhalb einer größeren Demonstration. Es sind also andere kreative Ideen gefragt. Wenn Sie eine solche haben, dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf über:

 

www.instagram.com/mirowgegenmassentierhaltung/
und/oder: mirowgegenmassentierhaltung@gmx.de, über unser Kontaktformular oder/und schreiben Sie in unser Gästebuch.


Falls Sie unsere Petition noch nicht unterschrieben haben, dies aber tun möchten hier der Link:

https://weact.campact.de/petitions/massentierhaltung-beenden-keine-weitere-legebatterie-in-mirow